Im Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück blickten Vorstand, Aufsichtsrat und Mitglieder gemeinsam auf die Entwicklungen des vergangenen Jahres zurück – und auf die vielen Chancen, die vor dem Kloster liegen.

Generalversammlung 2026 Kloster Wiedenbrück eG

Das Kloster Wiedenbrück wächst in die Zukunft.

Das Kloster Wiedenbrück wächst, verändert sich und wird von immer mehr Menschen getragen. Bei der Generalversammlung der Kloster Wiedenbrück eG am 11. Juni 2026 wurde deutlich: Trotz der umfangreichen Bauarbeiten war 2025 ein ausgesprochen lebendiges und ereignisreiches Jahr.

Das Kloster verändert sich

Seit Mitte 2025 wird im Kloster intensiv gebaut. Im Dachgeschoss entstehen zwei neue Veranstaltungsräume für bis zu 200 Personen. Gleichzeitig wird das Haus barrierefrei erschlossen, der Brandschutz umfassend erneuert und das historische Gebäude behutsam für die Zukunft weiterentwickelt.

Ermöglicht wird dieses große Vorhaben durch Fördermittel der Städtebauförderung des Landes Nordrhein-Westfalen, des Bundes, der Europäischen Union und der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Auch zahlreiche Unternehmen sowie viele Menschen aus der Stadt und der Region unterstützen den Umbau mit ihren Spenden.

Voraussichtlich Anfang 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Mehr Mitglieder, mehr Besuche und ganz viel Engagement

Wie lebendig das Kloster auch während der Bauphase ist, zeigen die Zahlen des vergangenen Jahres eindrucksvoll: Ende 2025 zählte die Genossenschaft 1.104 Mitglieder. Das jüngste Mitglied ist gerade einmal elf Monate alt, das älteste 93 Jahre.

Mehr als 160 freiwillig Engagierte brachten sich mit insgesamt rund 15.000 Stunden ein. Sie pflegten Gebäude und Garten, organisierten Angebote und sorgten dafür, dass im Kloster trotz der Bauarbeiten viel Raum für Begegnung, Kultur, Bildung und Gemeinschaft blieb.

Mehr als 1.400 Aktivitäten fanden im Laufe des Jahres statt – darunter eigene Angebote der Genossenschaft sowie Veranstaltungen von Vereinen, Schulen, Glaubensgemeinschaften, Unternehmen und Privatpersonen. Und auch die Zahl der Besuche stieg: 28.800 Menschen kamen 2025 ins Kloster.

Ein besonderer Ort für Gruppen

Auch das Gästehaus ist weiterhin sehr gefragt. Als einzige Gruppenunterkunft im Kreis Gütersloh bietet es einen besonderen Rahmen für gemeinschaftliche Aufenthalte.

47 Gruppen aus ganz Deutschland verbrachten 2025 ihre Zeit im
Kloster – bei Seminaren, Chorwochenenden, Schul-Auszeiten oder Familientreffen.

Das Junge Kloster nimmt Fahrt auf

Besonders erfreulich entwickelt sich das Programm „Junges Kloster“. Rund 50 Menschen ab acht Jahren engagieren sich inzwischen in dem generationsübergreifenden Team.

Gemeinsam organisierten sie 2025 insgesamt 109 Aktivitäten für junge Menschen und ihre „Lieblingserwachsenen“. Damit ist das Junge Kloster zu einem wichtigen und lebendigen Bestandteil des Klosterlebens geworden.

Großes Interesse fand bei der Generalversammlung auch der Bericht über die BaumeisterKids. Zwölf Kinder zwischen acht und elf Jahren begleiteten den Umbau des Klosters ganz aus der Nähe. Alle vier Wochen erkundeten sie gemeinsam mit Architekt Mirko Moch, Pädagogin Wiebke Moch und den beteiligten Handwerkern die Baustelle.

Dabei erfuhren sie zum Beispiel, warum ein Dach nicht einstürzt, wie ein Aufzug funktioniert und wie viele Kabel, Rohre und Kanäle in einem solchen Gebäude verborgen sind.

Finanzen zwischen Umbau und Zukunftssicherung

Auch finanziell war 2025 stark durch den Umbau und die Weiterentwicklung des Klosters geprägt. Die Einnahmen der Genossenschaft lagen bei rund 455.000 Euro und damit etwa 17.650 Euro über dem Vorjahreswert. Zu dieser positiven Entwicklung trugen insbesondere Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen für das Junge Kloster bei. Auch der Klosterladen und das Gästehaus erzielten höhere Umsätze.

Gleichzeitig führten die Bauarbeiten erwartungsgemäß zu geringeren Einnahmen aus Vermietungen und Veranstaltungen. Durch das Projekt Junges Kloster und den Ausbau des Veranstaltungsmanagements stiegen zudem die Personal- und Sachkosten leicht an. Daraus ergab sich im operativen Geschäft ein Jahresfehlbetrag von rund 84.000 Euro, der im Rahmen der geplanten Entwicklung lag.

Eine besondere Zukunftschance eröffnet die Erbschaft des Rheda-Wiedenbrücker Bürgers Markus Engel. Sie führte zu einem außerordentlichen positiven Jahresüberschuss von rund 1,13 Millionen Euro. Das Vermögen soll langfristig angelegt werden und dazu beitragen, die finanzielle Basis des Klosters nachhaltig zu stärken.

Damit ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer langfristig stabilen Finanzierung getan. Zugleich bleibt das Kloster auch künftig auf ein starkes Zusammenspiel angewiesen: auf eigene Einnahmen, freiwilliges Engagement sowie auf Spenden und öffentliche Förderung.

Bewährte Unterstützung im Aufsichtsrat

Turnusgemäß schieden Markus Hüllmann und Christian Schnieder nach drei Jahren aus dem Aufsichtsrat aus. Beide stellten sich erneut zur Wahl und wurden von den Mitgliedern einstimmig für eine weitere Amtszeit bestätigt.

Viele schaffen Vieles

Nicht nur das Gebäude entwickelt sich weiter. Auch die Organisation und die Abläufe im Kloster werden gemeinsam neu gedacht und auf die Zukunft vorbereitet.

In Workshops, Arbeitsgruppen und vielen weiteren Formaten bringen sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Interessen, Fähigkeiten und Zeitmöglichkeiten ein.

Denn im Kloster gilt weiterhin: Viele schaffen Vieles.
Die Genossenschaft freut sich über neue Mitglieder und über alle, die das Kloster mit Kopf, Herz und Hand mitgestalten möchten.

Du hast Lust, Teil dieser Gemeinschaft zu werden
und das Kloster mitzugestalten?

Dann werde Teil eines unserer Teams – mit deinen Ideen,
deinen Fähigkeiten und so viel Zeit, wie für dich passt.
Team "Handwerker" renoviert den alten Stall im Kloster Wiedenbrück. Petra winkt in die Kamera.