Frische Ideen für das Kloster Wiedenbrück

Vom eigenen Klosterbier über den Apothekergarten bis zur Bühne für Jedermann sprudelten die Ideen nur so aus den am Kloster Wiedenbrück Interessierten am Donnerstagabend heraus. Die gemeinnützige Genossenschaft Kloster Wiedenbrück eG hatte zum Ideen-Workshop in die Stadthalle eingeladen und war am Ende restlos begeistert. 80 Gäste durften Sonja und Michael Rakete, Bettina Windau und Sabine Daelen begrüßen und es blieb kein Platz unbesetzt. In ihrer Begrüßungsansprache betonte Bettina Windau, dass sie offen für alles seien.

Das Kloster Wiedenbrück verfügt über 60 Räume, über zwei Küchen, eine Schneiderei, eine Bibliothek, einen großen Speiseraum, einen wunderschönen Garten, ein Gästehaus und vieles, vieles mehr. „Was machen wir mit diesem wunderbaren Schatz?“, fragte sie die Anwesenden, die sich sofort angesprochen fühlten. Aufgeteilt in zehn Stuhlkreise, die sich mit den Themen Garten, Kultur, Gesundheit, Essen, Junge Menschen, Brücken bauen, Religiöses, Klosterladen, Sponsoren und Verknüpfungen und Dingen darüber hinaus beschäftigten, sammelten die jeweiligen Moderatoren die Vorschläge und regten eine Diskussionsrunde an. Jeder schrieb auf, was ihm persönlich wichtig war. Am Ende gab man Punkte für die besten Ideen. Schnell wurde deutlich, dass die Wünsche und Anregungen eng beieinander liegen und viele Ideen ineinandergreifen. Das Miteinander von Jung und Alt, kulturelle Angebote von der Autorenlesung bis hin zu kleinen Konzerten auch gerne in Zusammenarbeit mit schon bestehenden Kulturvereinen wie beispielsweise Vitart, ein gut ausgestatteter Klosterladen mit hiesigen Produkten, Gartenseminare, die Möglichkeit zum Mitgärtnern, Führungen, Oasentage, kulinarische Events, Bereiche für junge Menschen, Themen- und Spieleabende, Kochkurse, Generationenmarktplatz und Glaubensgespräche sind nur einige Beispiele der unzähligen Ideen, die zusammengetragen wurden.

Das alles wollen die Aktiven der Genossenschaft nun auswerten und zu einem Konzept zusammenstellen. Für verschiedene Bereiche sollen Teams gegründet werden, die sich dann intensiv mit ihren Themen beschäftigen und sie in die Tat umsetzen. „Wichtig ist, dass wir die verschiedenen Angebote auf viele Schultern verteilen, damit es für alle machbar ist“, erklärte Bettina Windau abschließend. Sonja Rakete lud dazu ein, sich sonntags den Garten von 13-17 Uhr anzusehen und mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Im Oktober wird der Klosterladen eröffnet und ab November soll einmal in der Woche für die Mitglieder ein Mittagsessen angeboten werden. Die Zahl der Genossen ist inzwischen schon auf 670 angestiegen. Sie haben durch den Erwerb von Anteilen zu je 125 Euro wesentlich dazu beigetragen, dass die finanzielle Seite auch auf einem festen Sockel steht.

140 Veranstaltungen mit insgesamt mehr als 2000 Besuchern haben bereits im Kloster stattgefunden. Auch die standesamtlichen Trauungen haben zu dieser Zahl beigetragen. Das Jugendgästehaus kann trotz Corona-Einschränkungen ab nächsten Monat vermietet werden. „Wir sind im Oktober ausgebucht“, freute sich Sonja Rakete. Sie dankte allen Anwesenden für die tollen Ideen und freut sich darauf, wenn das Klosteranwesen schon bald mit Leben und tollen Projekten gefüllt wird.

Blick in die Stadthalle, in der zehn Stuhlkreise zu den verschiedensten Themen aufgebaut waren.

Für alle Beteiligten des Idee-Workshops gab es Emde eine Sonnenblume. Sabine Daelen überreicht eine an Alexandra Haase, die von dem informativen Abend sehr begeistert war. Viele der Anwesenden sind keine gebürtigen Wiedenbrücker und finden es gut sich dort einbringen zu können mit ihren Talenten und Ideen.

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